Themenfeld 3 – Evolutionäre Veränderungen von Lebewesen
Ausgehend von den historischen Theorien entwickeln die Schülerinnen und Schüler in diesem Themenfeld ein Verständnis für die Entwicklung von Lebewesen und deren stammesgeschichtlichen Verwandtschaftsverhältnissen. Die Unterscheidung zwischen genetisch bedingter Angepasstheit und umweltbedingter Anpassung (Modifikation) ist ein zentrales Anliegen dieses Themenfeldes. Abschließend werden die erlernten Evolutionsprozesse auf den modernen Menschen übertragen.
In den Kursen auf erhöhtem Niveau sind die Beispiele so zu wählen, dass sie eine vertiefende Sicht auf evolutionäre Prozesse erlauben. Ebenso haben die beurteilenden Aspekte einen höheren Stellenwert.
Inhaltsbezogene Kompetenzen
Die Schülerinnen und Schüler …
beschreiben Merkmale unterschiedlicher Lebewesen unter Verwendung eines einfachen Artbegriffs (Art als Fortpflanzungsgemeinschaft)
beschreiben unterschiedliche Kriterien (z. B. Brückentiere, homologe und analoge Organe, Atavismen, rudimentäre Organe) als Belege für evolutionäre Veränderungen.
beschreiben die Entstehung unterschiedlicher Lebewesen unter Verwendung der Entwicklungstheorien von Darwin und Lamarck
beschreiben homologe und analoge Strukturen.
erläutern die Darwinsche Evolutionstheorie durch das Zusammenspiel von genetischer Variabilität (Mutation, Rekombination) und Selektion.
erklären beispielhaft die Bedeutung von genetischer Variabilität für die evolutive Entwicklung.
erläutern die Bedeutung von genetischer Variabilität für die evolutive Entwicklung an weiteren Beispielen.
erläutern die Angepasstheit von Organismen als Folge einer Veränderung des Erbguts. (z. B. Birkenspanner)
erläutern Modifikation als Folge einer Anpassung an Umweltbedingungen (z. B. Hoch- und Tieflandform des Löwenzahns).
beschreiben Evolutionsfaktoren, die auf den modernen Menschen wirken.
Prozessbezogene Kompetenzen
Die Schülerinnen und Schüler …
nutzen ausgewählte Merkmale zur Klassifizierung von Lebewesen.(EG)
vergleichen die Entwicklungstheorien von Darwin und Lamarck zur Klärung von Entwicklungsprozessen. (EG)
erörtern die Entwicklungstheorien von Darwin und Lamarck. (B)
wenden ihr Wissen über homologe/analoge Strukturen auf verschiedene Beispiele an. (EG)
nutzen homologe/analoge Strukturen zur Analyse von Verwandtschaftsbeziehungen. (EG)
erläutern die Bedeutung eines umfangreichen Genpools für die Evolution einer Art. (B)
ordnen weiteren ausgewählten Beispielen die Begriffe Anpassung und Angepasstheit begründet zu. (EG)
erläutern weitere ausgewählte Beispiele für Anpassung und Angepasstheit. (EG)
erörtern mögliche Evolutionsfaktoren, die auf den modernen Menschen wirken. (B)